Dienstag, 13. März 2007

Knaller


Die SPD Niedersachsens will posthum Adolf Hitler ausbürgern, nachdem er schon mehr als 60 Jahre nicht mehr unter den Lebenden weilt.

Die Kontroverse um dessen Staatsbürgerschaft, kann man sie ihm im Nachhinein rechtlich überhaupt noch entziehen?, brach nun nach mehr als 75 Jahren aus. Damals war der staatenlose, in Österreich geborene Braune vom Land Braunschweig zum Landesbeamten ernannt und eingebürgert worden. Nur dadurch konnte er bei der Reichspräsidentenwahl teilnehmen. Die Folgen sind uns bekannt... Und da die Stadt Braunschweig nun nicht mehr die Stadt sein will, die Adolf zum Deutschen machte, keimt die Diskussion auf - dabei war es der nationalsozialistisch dominierte Staat Braunschweig und nicht die Stadt Braunschweig, die ihm 1932 vom Braunschweiger Freistaat verliehen worden.

Sachen gibts, die gibts gar nicht. Ich frage mich, ob die Politiker nichts anderes / besseres auf dem Zettel haben und ob das Geld, dass dadurch verpulvert wird, in der Bildung nicht viel sinnvoller aufgehoben wäre.
Und: Würde es irgendetwas an "unserer" Vergangenheit ändern, träte der Fall der Ausbürgerung ein?!

Eben.

Zusatz: Bad Doberan kämpft mit seiner Stadtgeschichte: Adolf Hitler ist noch heute Ehrenbürger der Stadt - peinlich, denn in wenigen Monate findet der G8-Gipfel im Ortsteil Heiligendamm statt. Jetzt soll ihm die Ehre schnell noch aberkannt werden.
Denn man hurtig!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Da bekommt "Braun_schweig" eine ganz andere Bedeutung.